Die südnorwegische Stadt Bergen zählt mit Sicherheit zu den kulturellen
Highlights des Landes in Nordeuropa. Keine andere Stadt in Norwegen hat
eine so reichhaltige Geschichte zu bieten. Heute zählt Bergen, am Byfjord gelegen, knapp 250 000 Einwohner und ist
damit die zweitgrößte Stadt Norwegens. Ihre wahre Blütezeit erlebte die
Stadt allerdings im Mittelalter als sie zum zentralen Stützpunkt der
Hanse wurde.
Im 14. Jahrhundert war Bergen unter der Kontrolle deutscher Kaufleute,
die dort ein Handelskontor eröffnet hatten. Damals gab es in der Stadt
ein großes Wohnquartier namens "Tyske Brüggen". Auch heute können noch
Häuser aus der Zeit der Hanse und aus dem deutschen Viertel der Stadt -
trotz mehrere Feuersbrünste, welche Bergen über die Jahrhunderte
heimsuchten - besichtigt werden. Überhaupt ist Bergen geprägt von den
kleinen Häusern der Händler, die sich in allerlei Farben aneinander
reihen. Auch die typischen Heiligenfiguren der Händler und Hanseleute
sind an deren Fassaden zu bewundern.
Kein Wunder, dass Bergen heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
Auch die zahlreichen Kirchen, namentlich die Marienkirche am Övregate,
das älteste Gotteshaus der Stadt, der Bergener Dom und die in der
Renaissance erbaute Kreuzkirche, sind einen Besuch wert. Die beste Zeit um Bergen zu besuchen sind vielleicht der Mai und Juni,
wenn in der Stadt eines der größten Musikfestivals Europas stattfindet.
Überhaupt ist Bergen eine Stadt der Musik, nicht nur weil dort auch
Edvard Grieg, der Komponist des "Peer Gynt" mit der berühmten
"Morgenstimmung", geboren wurde. Bergen ist auch der Ausgangspunkt für die Schiffe der "Hurtigrouten", die in den letzten Jahren immer mehr Fans gefunden haben.